Ellbogendysplasie
Die Ellbogendysplasie (ED) ist eine vererbliche Erkrankung
von größeren Hunden. Wir sehen vor allem
Retriever, aber auch viele andere Rassen können daran erkranken. Die Dysplasie
(Fehlentwicklung eines Gelenkes) des Ellbogengelenkes setzt sich nach
derzeitiger wissenschaftlicher Auffassung vor allem aus vier Erkrankungen
zusammen:
Isolierter processus anconeus (IPA, UAP engl.)
Fragmentierter processus coronoideus medialis ulnae (FCP, FPC)
Osteochondrosis dissecans (OCD)
Inkongruenz zwischen Radius und Ulna (Speiche und Elle)
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Röntgenaufnahmen eines Hundes mit gesundem Ellbogengelenk.
1 = Humerus (Oberarmknochen), 2 = Radius (Speiche), 3 = Ulna (Elle), 4 = Olekranon, 5 = Processus coronoideus medialis ulnae, 6 = Processus anconeus ulnae
1 = Humerus (Oberarmknochen), 2 = Radius (Speiche), 3 = Ulna (Elle), 4 = Olekranon, 5 = Processus coronoideus medialis ulnae, 6 = Processus anconeus ulnae
Leider entwickeln manche Hunde eine völlige Erosion des
Gelenknorpels und des darunter liegenden Knochens auf der medialen Seite
(Innenseite) des Ellbogengelenkes. Diese degenerative Entwicklung wird als „Medial Coronoid Disease" bezeichnet.
Die Diagnose ED, bzw. IPA, FCP, OCD oder Inkongruenz wird durch eine klinisch-orthopädische Untersuchung und Röntgenaufnahmen (für OCD zwei Ebenen erforderlich) gestellt. In seltenen Fällen kann bei einem FCP eine Kernspintomographie oder eine Arthroskopie für die Diagnose notwendig sein. Auch eine dezente Inkongruenz kann manchmal nicht sicher in Röntgenaufnahmen zu erkennen sein. Hierzu wurde (Böttcher et al.) in einer Untersuchung festgestellt, dass die Arthroskopie das sicherste Diagnostikum darstellt.
Für die vielfältigen Möglichkeiten der Therapie sei auf einen Vortrag von Dr. S. Scharvogel verwiesen (Vortrag: Mögliche Therapieformen der Ellbogengelenksdysplasie (pdf-File).
Die Diagnose ED, bzw. IPA, FCP, OCD oder Inkongruenz wird durch eine klinisch-orthopädische Untersuchung und Röntgenaufnahmen (für OCD zwei Ebenen erforderlich) gestellt. In seltenen Fällen kann bei einem FCP eine Kernspintomographie oder eine Arthroskopie für die Diagnose notwendig sein. Auch eine dezente Inkongruenz kann manchmal nicht sicher in Röntgenaufnahmen zu erkennen sein. Hierzu wurde (Böttcher et al.) in einer Untersuchung festgestellt, dass die Arthroskopie das sicherste Diagnostikum darstellt.
Für die vielfältigen Möglichkeiten der Therapie sei auf einen Vortrag von Dr. S. Scharvogel verwiesen (Vortrag: Mögliche Therapieformen der Ellbogengelenksdysplasie (pdf-File).
Eine Besonderheit stellt die Umstellung des Oberarmknochens
dar. Die sogenannte „Sliding humeral
osteotomy" (SHO) wurde von Scott Fitzpatrick entwickelt und kommt bei
irreversibel geschädigtem inneren Gelenkanteil („medial coronoid disease") zur
Anwendung. Das Prinzip ist die Verlagerung des Druckes vom geschädigten inneren
Gelenkanteil auf d äußere Kompartmnent. Das Verfahren gibt es erst seit 2
Jahren, zeigt aber bei diesen schweren Fällen erstaunliche klinische
Verbesserungen unserer Patienten.
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Technik der "Sliding humeral osteotomy (SHO) nach Fitzpatrick anhand einer Skizze und post-operativem Röntgenbild demonstriert.