Wann ist eine Kernspintomographie indiziert?

Die Einsatzmöglichkeiten und Indikationen sind vielfältig. Es können praktisch alle Bereiche des Körperinneren kernspintomographisch untersucht werden. Die Hauptanwendung besteht in der Diagnostik des Gehirns, der Weichteilstrukturen des Schädels (Nasen und Nasennebenhöhle, Ohr, Retrobulbärraum), des Rückenmarks sowie der Gelenke, Knochen und Weichteile. Strukturen, die einen geringen Wassergehalt haben (wie z.B. luftreiche Regionen wie die Lunge) können dagegen mit der MRT weniger gut dargestellt werden.

Die Kernspintomographie wird vor allem für die Diagnosefindung der folgenden Gewebe, Organe bzw. Körperregionen und Erkrankungen eingesetzt.

Anwendungsbereiche
Körperregion Einsatz bei folgenden Fragestellungen
Gehirn Tumore, erworbene oder angeborene Fehlbildungen (Hydrozephalus, Zysten), vaskuläre Veränderungen, Traumafolgen (Blutungen, Frakturen), entzündliche Prozesse
Weichteile Kopf Erkrankungen der Ohren (äußerer Gehörgang, Bulla tympani), der Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen, des Retrobulbärraumes, des Pharynx
Wirbelsäule Bandscheibenveränderungen, Diagnostik der Cauda equina, intra- oder extraaxiale Spinaltumoren, Entzündungen, anatomische Variationen und Fehlbildungen (z.B. Arachnoidalzysten), Wirbelkörperfrakturen, Knochenmetastasen
Gelenke Bänder (bes. Kreuzbänder), Knorpel (OCD), Darstellung der Menisken, periartikulärer Knochen, Blutungen, Ergüsse, Tumore
Sehnen Entzündungen, Degenerationen, Rupturen
Muskulatur und Weichteile Informationen über die Lage und die Ausdehnung eines Tumors (z.B. Sarkom), von Entzündungen oder Blutungen
Beckenhöhle ergänzendes Verfahren zu Röntgen und Ultraschall zur genaueren Abgrenzung von Tumoren und entzündlichen Prozessen (paraprostatische Zysten, Prostataabszesse)
Knochenmark, Knochen genaue Ausdehnung von Tumoren, okkulte Frakture
Leber, Niere, Milz, Bauchspeicheldrüse und Gallengänge ergänzendes Verfahren zu Röntgen und Ultraschall zur genaueren Abgrenzung von Tumoren und entzündlichen Prozessen
Thorax, Mediastinum, Pleurahöhle ergänzendes Verfahren zu Röntgen und Ultraschall zur genaueren Abgrenzung von Tumoren und entzündlichen Prozessen