Weichteilchirurgie

Neben den gängigen Operation im Bauchraum führen wir vor allem komplexe Operationen der verschiedenen Organsysteme durch. Beispiele hierfür stellen Lebererkrankungen (extra- und intrahepatischer Shunt), Gallengangsversetzungen, Operationen der Bauchspeicheldrüse, des Magen-Darmtraktes, der Blase, etc. dar.

Zunehmend kann hierbei auf den großen Bauchschnitt verzichtet werden und ein minimal-invasiver Ansatz gewählt werden. Die häufigsten endoskopischen Operationen im Bauchraum (Laparoskopie) sind:
- Ovarektomie (Entfernung der Eierstöcke; endoskopische Kastration)
- Abdominaler Kryptorchismus (nicht abgestiegener Hoden im Bauchraum)
- Biospie (Organproben)
- Gastropexie (Befestigung des Magens an der Bauchwand)
- Vaso-, Deferentopexie

Laparoskopisches Bild eines Ovars    Laparoskopisches Bild eines im Bauchraum liegenden Hodens (abdominaler Kryptorchismus)

Im Brustkorb werden Operationen der Lunge, der Speiseröhre und der großen Blutgefäße (persistierender Ductus arteriosus, Rechtsaorta, etc.), sowie in bestimmten Fällen am Herzen selbst durchgeführt. Auch hier werden zunehmend minimal invasive endoskopische Eingriffe durchgeführt. Dies führt zu einer erheblichen geringeren Belastung (postoperativer Schmerz) unserer Patienten. Sinnvoll ist dieses Verfahren für die Diagnostik, sowie bestimmte therapeutische Eingriffe (z.B. teilweise Herzbeutelentfernung).

Im HNO-Bereich (Hals, Nase, Ohren) werden z. Bsp. Operationen des Kehlkopfes (Kehlkopflähmung), der Gehörgänge und des Mittelohres, angeborene und erworbene Missbildungen (oronasale Fisteln) oder das Brachycephalensyndrom (Kurznasenprobleme) operiert.

In der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie der Haut können wir unterschiedlichste Transplantationstechniken zum Einsatz. Besondere Beachtung finden Operationen an endokrinen Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebenniere). So können beispielweise Nebennierentumore in die hintere Hohlvene einwachsen. In diesen Fällen wird die große Bachvene geöffnet und die Tumormasse entfernt. Der Verschluss erfolgt mikrochirurgisch um die Dichtigkeit des Blutgefäßes zu erreichen.