Interventionelle und chirurgische Eingriffe am Herzen

In der interventionellen Kardiologie werden katheterbasiert, also minimalinvasiv, strukturelle Herzerkrankungen behandelt. In der Tiermedizin können interventionell bestimmte angeborene Herzerkrankungen therapiert werden. Insbesondere der Verschluss eines persistierenden Ductus Arteriosus Botalli (PDA) ist eine Indikation für die inteventionelle Kardiologie in unserem Haus (s. Herzerkrankungen bei Tieren -  angeborene Herzerkrankungen - persistierender Ductus Arteriosus Botalli). Desweiteren können bei schweren Herzrhyhtmusstörungen (Bradykardien = zu langsamer Herzrhythmus) in speziellen Situationen Herzschrittmacher implantiert werden.

Die Herz-Thorax-Chirurgie bietet die Möglichkeit von Eingriffen an Herz und herznahen Gefäßen am offenen Brustkorb oder u. U. mittels Thorakoskopie (kameragestützt minimalinvasiv) durch einen unserer Chirurgen. Indikationen für die Herz-Thorax-Chirurgie sind unter Anderem die Korrektur einer Rechtsaorta, der chirurgische Verschluss eines PDA (in Fällen, in denen ein interventioneller Verschluss nicht möglich ist) oder die Entfernung des Herzbeutels. Auch eine palliative Tumorresektion am Herzen oder die Behebung einer Herzbeutel-Zwerchfellshernie können je nach klinischer Situation durchgeführt werden.

Röntgenkontrolle nach dem minimal-invasivem Verschluss eines Ductus arteriosus Botalli bei einem Hund.
Die Narkose wird dabei speziell den Bedürfnissen der kardiologischen Patienten angepasst. Die Tiere werden unter Inhalationsnarkose operiert und situationsabhängig mittels Kapnographie, EKG, Pulsoxymetrie, Blutdruckmessung (invasiv und nichtinvasiv) sowie der Ermittlung der Narkosegasmenge überwacht. Die Atmung der Patienten kann unterstützt oder vollständig vom Beatmungsgerät übernommen werden.